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Nachrichten am 28. Mai 2009

 

Ecuador gibt es 28 Fälle von Schweinegrippe

Einsatz von thermischen Kameras an den FlughäfenNachdem in der letzten Woche der erste bestätigte Fall von Schweinegrippe in Ecuador aufgetreten ist, hat sich die Zahl der Infizierten mittlerweile auf 28 erhöht. Dabei wurde bisher nur ein Fall in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito gemeldet, 27 infizierte Personen befinden sich in Guayaquil. Wie die Gesundheitsministerin mitteilte, befinden sich die meisten angesteckten Personen hauptsächlich im unmittelbaren Umkreis der ersten bestätigten Fälle von Schweinegrippe in Guayaquil. Landesweit wird an der Eindämmung der „neuen Grippe“ gearbeitet. Die Bevölkerung wird intensiv über Symptome der Grippe informiert und zu verantwortlichem Verhalten, besonders in Bezug auf Hygienemaßnahmen, aufgerufen. An den internationalen Flughäfen in Quito und Guayaquil wurden unterdessen thermische Kameras installiert, mit deren Hilfe die Reisenden auf eine eventuell erhöhte Temperatur und damit auf ein herausstechendes Signalzeichen geprüft werden können. Den Behörden ist es sehr wichtig, dass keine Panikmache die Bevölkerung verunsichern soll. Trotzdem wurde die Empfehlung ausgesprochen, Kinder und Jugendliche von Großveranstaltungen oder privaten Treffen fernzuhalten, um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen.  

Festakt am Jahrestag der „Schlacht am Pichincha“

Präsident Correa spricht von zweiter UnabhängigkeitIm Beisein des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez und des bolivianischen Präsidenten Evo Morales hielt Ecuadors Präsident Rafael Correa eine Rede, in der er die Errungenschaften  seiner Regierung her vorstrich und gleichzeitig scharfe Kritik an diversen politischen Lagern übte. Die Schlacht am Pichincha hatte am 24. Mai 1822 zu einer nachwirkenden Schwächung der spanischen Truppen geführt und deren spätere vollständige Absetzung eingeläutet. In diesem Zusammenhang sieht der ecuadorianische Präsident auch seinen kürzlich errungenen Wahlsieg, der nach seinen Aussagen einer  „zweiten Befreiung“ von der Unterdrückung gleichkomme. 

Bolivien gedenkt des Aufstandes gegen die spanische Krone vor 200 Jahren

Feierlichkeiten zeigen interne Spannungen aufDer Aufstand vom 25. Mai 1809 im bolivianischen Charcas, dem heutigen Sucre, war die erste Erhebung zur Unabhängigkeit in Lateinamerika. Diese Revolution, angeführt von Intelektuellen,  war der Anfang vom Ende für die spanischen Eroberer. In Bolivien fanden die Feierlichkeiten unter eher unfeierlichen Bedingungen statt. Während die Regierung einen Staatsakt im ländlichen Bereich abhielt, riefen regionale Kräfte zu Parallelveranstaltungen in der Hauptstadt Sucre auf. Damit ist der interne Streit zwischen dem bolivianischen Präsidenten Evo Morales, der hauptsächlich von der Landbevölkerung unterstützt wird und der reichen Oberschicht offensichtlich.Die Feierlichkeiten in Bolivien eröffnen eine ganze Reihe von verschiedenen Veranstaltungen auf dem ganzen Kontinent.

Staatsbesuch von Hugo Chavez in Ecuador

Weitere bilaterale Projekte geplantBeim fünften Treffen der Staatspräsidenten von Venezuela und Ecuador wurde ein neues Abkommen unterzeichnet, um das Problem der noch ausstehenden Zahlungen seitens Venezuelas an ecuadorianische Exporteure zu beenden. Seit 2007 versuchen insgesamt 19 ecuadorianische Firmen mit allen Mitteln die venezolanische Regierung zur Zahlung ihrer Exporte zu bewegen, bisher ohne Erfolg. Von den insgesamt 35 unterzeichneten Abkommen mit einem Gesamtaufkommen von 12,6 Milliarden USD wurden bisher tatsächlich nur  Projekte im Wert von 9,3 Milliarden USD verwirklicht. Eine für Ecuador sehr nachteilige Wirtschaftsbilanz. Deswegen steht der venezolanische Präsident auch ziemlich im Kreuzfeuer der Kritik. Ihm wird vorgeworfen, viele Projekte zu planen, dann aber in der Durchsetzung nicht konsequent zu sein. Auch in anderen Ländern Südamerikas wird das deutlich. Mehr als ein Dutzend Großprojekte, geplant um Venezuelas Präsenz in der Region zu stärken, befinden sich, nach Presseberichten im „Niemandsland“.    

Der Rosa Galapagos-Leguan ist nicht mehr in Gefahr

Untersuchung beweist Existenz von 101 ExemplarenAm Vulkan „Wolf“ auf der Galapagos-Insel Isabela lebt der Rosa Landleguan. Das drachenähnliche Tier wurde erst im Jahre 1986 zufällig von einem Nationalparkmitarbeiter entdeckt. Diese seltene Art hat noch keinen wissenschaftlichen Titel und ist zurzeit, wegen der außergewöhnlichen Hautfärbung,  unter dem Begriff „Rosada“, also rosa bekannt. Bei einer kürzlich durchgeführten Untersuchung konnte festgestellt werden, dass noch 101 Rosa Leguane existieren. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Erhebung, in Zusammenarbeit zwischen dem Nationalpark Galapagos und der römischen Universität Tor Vergata, konnten 55 männliche und 46 weibliche Tiere erfasst und markiert werden. Außerdem wurde den Echsen zur Erbgutanalyse Blut abgenommen. Der Rosa Leguan teilt sich seinen Lebensraum mit dem sogenannten Gelben Leguan, und das ausschließlich am Vulkan Wolf. Die Anzahl der erfassten Tiere lässt darauf schließen, dass der Rosa Landleguan nicht so bedroht ist, wie zunächst angenommen. Nun haben die Wissenschaftler Zeit, um die genetischen Analysen und andere Daten zu vervollständigen. Dementsprechend kann man dann entscheiden, ob weitere Maßnahmen zur Erhaltung dieser Art notwendig sind. 

Argentinier freuen sich über ehrlichen Finder

Taxifahrer mit Geschenken überhäuftWeil ein Taxifahrer das Geld, das ein Fahrgast in seinem Wagen vergessen hatte, bei den zuständigen Behörden ablieferte, wird er jetzt landesweit gefeiert. In einem so korrupten Land wie Argentinien wird die Fundsache des 49jährigen Chauffeurs als absolute Ausnahme gewertet. Die argentinische Bevölkerung ist so begeistert, dass sie den Taxifahrer mit Geschenken überhäuft, die schon den Gegenwert der abgegebenen Summe von 35.000 USD erreicht haben.  

Maradonna schickt Sicherheitschef nach Quito

Nichts soll dem Zufall überlassen werdenAm Mittwoch, dem 10. Juni trifft die argentinische Fußballnationalmannschaft in Quito auf die ecuadorianische Auswahl. Im Vorfeld traf bereits der Sicherheitschef der Argentinier, Alberto Capucheti, in Quito ein, um die Ankunft der Fußballer vorzubereiten.Die Begegnung der  Mannschaften ist für beide Seiten entscheidend in Bezug auf ihre Teilnahme an der nächsten Weltmeisterschaft in Südafrika. Nach Presseberichten werden die argentinischen Fußballer erst einen Tag vor dem Länderspiel in Quito eintreffen. Damit möchte man den Einflüssen der Höhe entgegenwirken. Quito befindet sich im Andenhochland auf etwa 2 800 Metern. Denn allzu schlecht waren die Erfahrungen, die die Argentinier kürzlich im bolivianischen La Paz machten, als sie mit 6:1 vom Platz gefegt wurden. Capucheti wurde in Quito von Vinicio Luna, dem früheren Co-Trainer der ecuadorianischen Nationalmannschaft und dem Präsidenten des ecuadorianischen Fußballverbandes, Luis Chiriboga empfangen. Nach seiner Rückkehr wird der argentinische Sicherheitschef Diego Maradonna Bericht erstatten und wir sind gespannt, in wie fern sich seine Recherchen in Quito auf die Leistung der argentinischen Fußballer auswirken wird. Ungewöhnlich kalte Tage in QuitoZum Schluss noch der Blick aufs Wetter: Morgens bewölkt, manchmal kommt die Sonne durch, mittags oftmals etwas aufgeheitert, nachmittags oft wolkenverhangen, vereinzelte Niederschläge, für die Jahreszeit recht kalt. Durchschnittliche Tageshöchsttemperaturen bei etwa 18 Grad.
 
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