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Mein Weg zurück zu Jesus

"Heute berichte ich über meinen Weg zurück zu Jesus. Ich bin 36 Jahre alt, lebe und arbeite in einer kleinen Stadt in Norddeutschland.

1999 bin ich zum Islam gekommen, weil ich damals geglaubt habe, dass der Islam der richtige Weg zu Gott ist. Vieles im Islam machte für mich Sinn und erschien mir logisch: keine Erbsünde, keine Beichte, keine Priesterschaft, usw. Eine einfache und klare Theologie, so schien es mir zu Anfang.

Zuerst dachte ich, daß der Islam wirklich die richtige Religion bzw. der richtige Glaube für mich wäre. Nach einer Weile aber traten die ersten Probleme auf, vor allem die fünf täglichen Gebete (alle auf arabisch gesprochen), das ständige Einhalten von unzähligen Geboten, Verboten und Vorschriften etc. machten mir immer mehr zu schaffen. Auch gefiel mir nicht, wie viele Muslime ihre Frauen und Töchter behandelten und der Widerspruch zwischen koranisch-islamischer Theologie und der Praxis wurde mir immer mehr offenbar.

Das Entscheidene aber war, dass ich mit der Zeit erkannt habe, dass auch im Islam etwas fehlt: Die Liebe, speziell die Nächstenliebe, fehlte. Es wird oft und viel von Liebe im Islam und Koran gesprochen, aber sie wird in der Praxis kaum umgesetzt und realisiert. Islamische Theologie und Praxis klaffen sehr weit auseinander. Ich habe gemerkt, dass mir etwas Essentielles fehlte. Der Islam behauptet von sich, eine einfache Religion zu sein – in Wirklichkeit macht der Islam vieles sehr schwer und kompliziert und macht es den einfachen Gläubigen nicht leicht.

Auch beim Beten merkte ich, daß ich immer weniger Gott spürte und fühlte, es war nur noch ein leeres "Dahinbeten", ohne jegliche wirkliche Begeisterung und Freude – so ganz anders als jetzt. Heute kann ich zu Gott beten und ich spüre, daß ER da ist, und auch Jesus ist für mich da, als guter Freund, auf den man sich immer verlassen kann. Im Islam hatte ich nie dieses Gefühl: Allah war nur ein strenger, weit entfernter Gott.

Dann kam der 11. September 2001, der Vieles verändert hat und auch meine Beziehung zum Islam veränderte sich – erst langsam und unmerklich, aber doch fortschreitend und unaufhörlich.

Irgend wann fing ich an, nachzudenken und meinen eingeschlagenen Weg in Frage zu stellen. Ich hatte mittlerweile über Internet einen deutschen Pastor namens Thomas kennengelernt, der in Ägypten lebt und dort als deutscher Pastor auch in der Mission tätig ist.

Per E-Mail tauschten wir leidenschaftliche theologische Debatten und Dispute aus. Thomas besuchte mich im Sommer 2002 und wir diskutierten stundenlang weiter. Ich brauchte einige Monate, bis ich über all das, was Thomas mir sagte und in seinen E-Mails schrieb, nachgedacht habe. Ich habe auch wieder intensiver in der Bibel gelesen und gebetet, dass Gott mir den richtigen Weg weisen möge, aber so richtig lösen konnte ich mich vom Islam (noch) nicht. Dann tat ich am 15. September 2002 den entscheidenen Schritt: Ich erkannte, dass es für mich nur Erlösung, Errettung und inneren Frieden geben kann, wenn ich Jesus in mein Herz aufnehme und Jesus als den Retter und Erlöser akzeptiere. An diesem Tag betete ich und bat Jesus, in mein Leben zu treten.

Dann geschah etwas Wunderschönes: Ich merkte sofort eine innere Ruhe, einen Frieden und eine unglaubliche Tiefe in mir, wie ich sie vorher noch nie verspürt habe. Und ich erkannte: "Heureka – that's it!!!"

Einige Monate vergingen und ich bin dann im Januar 2003 nach Ägypten geflogen um Thomas und seine Familie zu besuchen. Thomas war begeistert, daß ich endlich zu Jesus gefunden habe und am 19. Januar 2003 wurde ich in der kleinen deutschen Kirchengemeinde zu Assuan getauft. Meinen Taufspruch habe ich mir selber in der Bibel ausgesucht und beschreibt ganz genau das, was ich empfinde und fühle: "Jesus Christus spricht: Ich bin in die Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe." (Johannes 12,46)

Heute möchte ich, vor allem Menschen aus der islamischen Welt, berichten und erzählen, wie es mir ergangen ist: Wie ich von Allah wieder zu Jesus und Gott gefunden habe. Jeder Muslim, der möchte, sollte einmal in der Bibel gelesen haben. Vor allem empfehle ich jedem Muslim, einmal die "Bergpredigt" und die Seligpreisungen Jesu zu lesen. Dann wird jeder Muslim erkennen, dass es wahre Erlösung nur dann geben kann, wenn man Jesus als Herrn und Erlöser anerkennt. Die "Bergpredigt" war vielleicht DER Punkt, der bei mir die "Wende" gebracht und mich wieder zu Jesus geführt hat.

Wer mir schreiben und mit mir diskutieren möchte, der/die kann mir gerne eine E-Mail schicken: Einfach an This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it schreiben und ich antworte gerne!

Ich hoffe, mein kleiner Erfahrungsbericht hat Sie ein wenig nachdenklich gemacht.

Gottes Segen,
Torsten"

 
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