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Zeugnis von Martha de Montenegro

"Als ich 15 Jahre alt war, hörte ich zum ersten Mal eine spanische Sendung von 'Radio HCJB – Die Stimme der Anden'. Das geschah in einem Augenblick, wo ich verzweifelt Hilfe suchte.

Ich komme aus einer fromm-katholischen Familie. Wir waren zehn Geschwister zuhause. Meine Mutter bastelte und verkaufte Krippenfiguren. Sie sammelte auch Heiligenbilder und Figuren und hängte sie zuhause auf. Bald war unsere Wohnung zu klein für alle Heiligen. Mein Vater dagegen feierte gern. So hatten wir an jedem Wochenende Musik und Tanz, wobei viel Schnaps konsumiert wurde. Das war ein Problem!

Eines Tages versuchte meine älteste Schwester sich wegen Liebesproblemen das Leben zu nehmen. Sie wurde bewusstlos aufgefunden, nachdem sie Benzin getrunken hatte. Wir waren verzweifelt, denn es bestand wenig Hoffnung, dass sie überleben würde. Da habe ich das Radio angeschaltet. Ich entdeckte einen Sender mit tröstlicher Musik. Da wurde auch von Gott gesprochen. Weiter wurde zu einer christlichen Veranstaltung eingeladen. Die Sendung hat mich so angesprochen, dass ich tatsächlich hingegangen bin. Ein Redner aus Argentinien – Luis Palau – erklärte, dass unser Leben nur durch Jesus wieder in Ordnung kommen könne. Ich war schon bereit, mein Leben Jesus zu geben, aber ich stellte eine Bedingung: 'Jesus, wenn Du das Leben meiner Schwester rettest, dann werde ich mein Leben Dir übergeben.' Und das Wunder passierte wirklich. Meine Schwester wurde gesund. Da kniete ich mich an meinem Bett nieder und sagte: 'Herr Jesus, hier hast Du mein Leben! Ab jetzt gehöre ich Dir. Ich will tun, was Du willst!' Dabei schämte ich mich, dass ich nicht sofort mein Leben bedingungslos Gott anvertraut hatte. Darum versprach ich: 'Herr, nicht nur mein Leben soll Dir gehören, ich möchte meine ganze Familie zu Dir bringen!'

Meine Angehörigen merkten bald, dass ich mich verändert hatte. Ich hab zwar nicht viel gesagt, aber ich konnte für sie beten. Dann lud ich meine Schwester Fabiola ein, mich in Quitos Stierkampfarena zu begleiten. Dort fand die Schlussveranstaltung mit dem Evangelisten Luis Palau statt. Hier hat auch Fabiola sich für Jesus entschieden. Nun konnten wir zu zweit für unsere Familie beten. Innerhalb von einem Jahr haben alle Geschwister und auch meine Eltern ihr Leben Gott übergeben. Mein Vater hörte auf zu trinken und begann in der Kirche mitzuarbeiten. Meine Mutter berichtet über ihre Veränderung: 'Früher betete ich zu Heiligenfiguren, deren Hände nicht helfen, deren Augen nicht sehen, deren Ohren meinen Hilfeschrei nicht hören. Doch dann lernte ich Jesus kennen! Er lebt und er hilft mir; er sieht und beschützt mich, er hört mein Gebet und liebt mich.'

Ich kann aus Erfahrung sagen: Gott erhört Gebet! Er gibt uns neues Leben! Auch bei meiner Arbeit als Sekretärin in der deutschen Abteilung von Radio HCJB bete ich gern für die Hörer, deren Briefe ich beantworte. Ich weiß, für Gott ist nichts unmöglich!"

 
Radio HCJB - Die Stimme der Anden, Casilla 17-17-691 Quito
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